Eine Bootstour von Javea bis zum Cap de la Nau

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Am Playa de Arenal in Javia finden Sie auch den Wassersportanbieter Maremoto. Wir buchten hier eine einstündige Bootstour mit Guide für nur 105 Euro. Es lohnte sich, sahen wir doch vom Wasser aus die Küste aus einer ganz anderen Sicht. Unser Reiseführer war ein Argentinier, der schon jahrelang in Spanien lebt und viel zu berichten wusste. Die Tour führte zunächst aus dem kleinen Hafenbecken, entlang am Schwimmerbereich hinaus auf das Meer, ehe wir den Kurs entlang der Küste einschlugen. Wellenreiten war angesagt, das Wasser hob und senkte das kleine Boot immer wieder neu.

Interessanter war der Blick auf das Ufer. Unsere Tour führte am Playa Ambolo vorbei, einer kleinen Bucht mit kristallklarem Wasser, ideal zum Tauchen und Schnorcheln.  Hoch oben auf den Klippen thronten, klein wie Spielzeug, die Villen und Ferienhäuser. Wie unser erzählfreudiger Guide berichtete, stürzte hier mal ein 4 Millionen Anwesen wegen Baumängeln ins Wasser. Der Besitzer war glücklicherweise gerade nicht zu Hause.

Wir nähern uns dem Cap de la Nau, dem Wendepunkt unserer Tour. Doch vorher erwartet uns noch ein ganz besonderes Highlight. Unter dem Cap mit seinem imposanten Leuchtturm befindet sich eine Höhle, die gern bei diesen Touren angefahren wird. Von ihr führen kleine, mit Wasser gefüllte Gänge tief in das Innere des Berges. So mancher wagemutige Abenteurer hat bei der Erforschung dieser Gänge schon sein Leben verloren. Abenteuerlich sieht sie schon aus mit den Lichtspielen an den Wänden und ohne das gleißende Sonnenlicht, das durch die Einfahrt nur noch zu erahnen ist. Motor aus, leise plätschern die Wellen des tiefdunklen Wassers an die Außenwand unserer Bootes. Wir lassen das Erlebnis einfach wirken, genießen es mit allen Sinnen.

Beeindruckt starten wir die Rücktour, reiten auf den Wellen, legen einen Zick-Zick-Kurs hin und lassen uns auf das Spiel mit dem Wasser ein. Schon bald sehen wir den lang gezogenen Strand von Javea, die Tretboote und wie Stecknadelköpfe die Häupter der Schwimmer im Wasser. Noch einmal Gas geben, der Bug hebt sich, wild schäumt das Wasser hinter uns. Langsam sinkt das Boot ins Meer zurück. Majestätisch schiebt es sich in die Einfahrt des kleinen Hafenbeckens.

Dieses Abenteuer ist vorbei, mit zerzausten Haaren und vielen neuen Eindrücken betreten wir wieder festen Boden.