Wie umgehen mit der Terror-Angst?

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Wie umgehen mit der Terror-Angst?
Würzburg, München, Ansbach, innerhalb weniger Tage hat Bayern 3 Terroranschläge erlebt. 3 Taten, die erschüttern und die Frage stellen, wie gehen wir mit der Terror-Angst um und wie schützen wir uns davor.
Nach einer aktuellen Umfrage der ZEIT erwarten 77% der Deutschen weitere Terroranschläge in Deutschland. Zugleich glauben aber auch 59%, Polizei und Sicherheitsbehörden leisten genug, um die Bevölkerung davor zu schützen.
Doch das subjektive Gefühl der Angst nimmt weiter zu. Wie können Sie sich davor schützen? Sind Sie der Angst also hilflos ausgeliefert?

Nein, das sind Sie nicht. Kognitive Angstbewältigungsstrategien sind ebenso wie Entspannungstechniken geeignet, das Stress- und Angstniveau effektiv und langfristig zu senken. Der Gedanken-Stopp lässt sich auch bei aufkommenden Angstgedanken vor Terror anwenden. Stoppen Sie den Gedanken energisch, so bald Sie ihn erkennen. Atmen Sie danach tief durch und kommen Sie innerlich wieder zur Ruhe, so löschen Sie den Gedanken auch mental. Denken Sie anschließend an etwas Schönes.
Sollte Sie die Angst vor dem Terror länger und anhaltender begleiten, wenden Sie die 2-Spalten-Technik an. Schreiben Sie auf, welche negativen Gedanken Sie haben, wovor Sie Angst empfinden, auch, in welchen konkreten Situationen. Schreiben Sie anschließend daneben positive Gedanken, formulieren Sie Ihre ängstlichen Vorstellungen positiv um. Wenn Sie Angst haben, Abends öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, so schreiben Sie daneben, das ist mein Leben und ich will mich nicht einengen lassen. Stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein. Die Strategie der Attentäter setzt auch auf die Einschüchterung der Menschen, auf die systematische Einengung ihrer Lebensräume. Dem setzen Sie Ihre Freiheit entgegen, so zu leben, wie Sie es wollen, Ihre Werte von Freiheit, Offenheit und Selbstbestimmtheit.

Auch die regelmäßige Ausführung von Entspannungstechniken wie Yoga, Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung senkt nachhaltig und langfristig Ihr Stressniveau. Wissenschaftlich ist nachgewiesen, ein geringes Stressniveau bewirkt weniger Angstzustände.

Die Angst vor dem Terror wird noch lange ein Begleiter unseres Lebens bleiben. Amokläufe wie in der vergangenen Nacht in einem Pflegeheim in Japan oder wie in München und islamistische Anschläge werden weiterhin passieren, kein Geheimdienst und keine Polizei wird sie vollständig verhindern können.

Nur haben Sie es in der Hand, wie Sie mit der von Terroristen bewusst geschürten Angst umgehen, ob Sie sich einschüchtern und in Ihrem Leben einengen lassen oder ob Sie dem bewusst mit eigenen Strategien begegnen.
Gerne berate ich Sie dazu auch persönlich.