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amhotel

Die junge Auszubildende war erst die zweite Woche in der Zimmerreinigung eingesetzt. Jetzt stand sie zitternd und kreidebleich an der Rezeption. „Ein Toter…“, flüsterte sie und brachte die Worte kaum heraus. Meine Empfangschefin versuchte die junge Frau erst einmal zu beruhigen und schickte mich in das Zimmer. Tolle Idee. Als ich den Raum betrat, mussten sich meine Augen erst einmal an die Dunkelheit gewöhnen. Die Gardinen waren voll zugezogen, es war stickig und warm. Auf mein „Hallo“ erfolgte keine Reaktion. Langsam trat ich an das Bett heran. Schemenhaft sah ich einen Kopf, leicht zur Seite gedreht, auf dem Kopfkissen. Unter der Bettdecke steckte ein massiger Körper. „Hallo“. Wieder keine Reaktion. Vorsichtig berührte ich das Gesicht und prallte erschrocken zurück. Es war pelzig. Mit einem Ruck zog ich die Vorhänge auf und schlug die Bettdecke zurück. Mein Herz schlug vor Aufregung bis zum Hals.
Nur langsam konnte ich mich beruhigen. In dem Bett lag ein riesiger Plüschaffe in der Größe eines erwachsenen Mannes. Nachdem ich die Fenster weit geöffnet hatte, verließ ich das Zimmer.
An der Rezeption hatte sich die Auszubildende immer noch nicht beruhigt. Die Anspannung war förmlich mit Händen zu greifen und ließ nur allmählich nach, nachdem ich das Rätsel aufgelöst hatte.
Der Gast jedoch, am Abend auf den Vorfall angesprochen, konnte gar nicht mehr aufhören zu lachen. Solche makabren Scherze, sagte er, mache er regelmäßig in Hotels und freue sich dann immer auf die Reaktionen des Personals.

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Bei Google+ schrieb eine Leserin dazu:

L♥I♡E♥S♡M♥A♡L♥ …

Dieses Buch von +rolf netzmann  ist mehr als nur eine Sammlung von #Anekdoten aus mehr als 20 Jahren #Berufsleben in #Hotels . Es sind auch Gedanken über die Arbeitsbedingungen in der Branche, über Geldgier und menschliches Fehlverhalten.

Hotels sind Spiegelbilder der Gesellschaft. Manche Gäste meinen, sich im Hotel gehen lassen zu können. Ich bin mir sicher, in ihren eigenen vier Wänden verhalten sie sich anders. Zimmerfrauen können das bestätigen. Sie müssen diese Hinterlassenschaften schließlich jeden Tag beseitigen. Für diese harte Arbeit gebührt ihnen Dank und Anerkennung.

 

 

Jewgeni blickte sich nicht um. Hoch aufgerichtet führte er die schwarze Armee tiefer in den Kuppelbau. Sie folgte einer unsichtbaren Spur. Die Luft stand in den engen, verwinkelten Gängen. Belüftungsanlagen existierten nicht. Die Männer passierten nur Steine und Gitter.
Schweigend gingen sie ihren Weg.
Krachend fiel aus der Decke ein Gitter mit fingerdicken Streben auf den Boden und versperrte ihnen den Weg. Ein zweites Gitter fiel mitten in den Pulk der Kämpfer und köpfte zwei von ihnen.
Jewgeni stoppte nur kurz seine Schritte und griff in die Manteltasche. Aus einem kleinen, metallenen Kasten schoss nur Sekunden später ein Flammenstrahl und trennte die Gitterstreben vor ihm. Geschmeidig schlüpfte er durch die entstandene Lücke und drehte sich um. Regungslos richtete er den Flammenstrahl auf das zweite Gitter. Sein Arm beschrieb Kreise, er brannte ein Loch in die stählernen Streben, ehe er den Strahl auf die Männer richtete und sie in Flammen setzte. Mit festem Schritt ging er auf sie zu, trat gegen die leblosen, verkohlten Körper. Stumm sahen die anderen Kämpfer ihn an, als er an ihnen vorbeilief.
Ein Fauchen, ein drohendes Knurren, aus der Dunkelheit des schmalen Ganges sprang ein Tiger auf die Männer zu. Jewgeni drückte sich geistesgegenwärtig an die Wand und entging um Haaresbreite dem Angriff des Raubtieres. Der Tiger biss sich im Genick des Mannes hinter ihm fest und Jewgeni stach mit seinem Springmesser tief in den Bauch des Tieres. Mit einer gleitenden Bewegung zog er die Klinge durch. Warmes Blut spülte die zerfetzten Eingeweide aus dem sterbenden Körper. Mit kaltem Blick wandte Jewgeni sich ab und setzte schweigend seinen Weg fort.

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Das Telefon läutet.
„Verschwinde endlich, ich will meine Ruhe vor Dir“, brülle ich in den Hörer.

„Wir möchten nur noch einmal höflich nachfragen, ob der Sarg nun 2 Meter oder 2,5 Meter lang sein soll. Und Buche war richtig, das stimmt doch, oder?“, flötet eine Frauenstimme.
Wortlos lege ich auf.

„Nur Verrückte heute Nacht, das kann ich bestätigen“. Erschrocken drehe ich mich um. Der Mann mit dem durchsichtigen Schlafanzug steht vor mir.
„Würden Sie so freundlich sein und mir noch einmal Ihr Zippo leihen?“ Durchdringend sieht er mich an.
„Wie ist Ihre Zimmernummer?“, frage ich eine Nuance zu scharf.
„Ich möchte nur Ihr Zippo, aber wenn Sie nicht wollen“, lächelt er, streicht mit der Hand über den Pfeifenkopf und bläst dicke Rauchwolken in die Luft. Sie fügen sich zu Buchstaben zusammen.

Nichts scheint, wie es ist!

Ich blicke ihn fragend an. Er löst sich auf, wird durchsichtig und wirft mir einen letzten, verschwörerischen Blick zu. Mir scheint, es hat ihn nie gegeben.

„Nichts scheint, wie es ist“, murmle ich leise vor mich hin, während ich an der wievielten Zigarette ziehe?

Langsam segeln die bedruckten Blätter auf den Boden. Ratternd spuckt der Drucker sie aus. Voll mit Zahlen und Buchstaben sind sie stumme Zeugnisse der geschäftlichen Aktivitäten des gestrigen Tages. Mechanisch packe ich sie zusammen und fühle mich unendlich leer. Wie ausgesaugt, seelenlos und meiner selbst beraubt komme ich mir vor.

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„Trinken, ich muss etwas trinken“, flüsterte Tim und torkelte benommen in die Küche. Fassungslos starrte er auf den Wasserhahn. Statt klarem, kaltem Leitungswasser floss Blut aus diesem und formte im Abwaschbecken wieder dieses Datum. Er blickte auf den Wecker und erstarrte. 2.33 Uhr, Sonntag, 28.07.2013, las er leise.

Tim sank auf die Knie. Ihm war übel. Er lehnte den Kopf an einen Küchenschrank. Kälte zog durch die Wange in seinen Körper.
„Was ist das? Was passiert heute?“
Müde schloss er die Augen. Während er auf der kleinen Matte in der Küche einschlief, schüttelten ihn Alpträume.

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Misstrauisch sah sich Roland um. Das musste ein böser Traum sein, aus dem er bald erwachen würde.
„Du irrst Dich, Terraner. Es ist kein Traum. Zugegeben, wir haben etwas nachgeholfen. Dank der Zeitröhrentechnologie der Auraner, die Nilu uns mitgebracht hat, waren wir in der Lage, unseren Bruder Heru zu orten und Euch auf Sirius zu transformieren. Und was hast Du uns nun mitgebracht, Heru?“
Roland stand wie zur Salzsäure erstarrt. „Ihr habt das alles manipuliert“, brach es schließlich aus ihm heraus.
„Nein, auch das siehst Du falsch. Wir sind Freunde, die Terra ist inzwischen in die Stellare Union aufgenommen worden. Und hier ist Dein Schreiben als Botschafter der Terraner auf Sirius“. Als Hologramm öffnete sich vor Roland ein Schreiben des Präsidenten der Weltregierung.

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